BENEFIZVERANSTALTUNG: MEET AND SUPPORT AFGHANISTAN

Sonntag, 21. November 2021, 12:30 - 22:00
Die Bäckerei - Kulturbackstube, Innsbruck

Be our guest –Zmug melma wosey– مهمان ما باشید

BENEFIZVERANSTALTUNG: MEET AND SUPPORT AFGHANISTAN

Seit Jahrzehnten zeigen die Medien immer wieder das gleiche wiederkehrende Bild Afghanistans: Krieg, Bomben, unterdrückte Frauen, perspektivlose Kinder. Diese Bilder machen ihre Zuseher*innen allmählich abgestumpft, führen dazu, dass viele völlig gefühllos und teilnahmslos gegenüber den Lebensrealitäten dieser Menschen stehen. Mit der Veranstaltung Meet and Support Afghanistan möchten wir dieser Abstumpfung entgegenwirken und laden euch ein zu einem literarischen, künstlerischen, kulinarischen und musikalischen Tag, um an die schöne, einzigartige und humane Seite Afghanistans zu erinnern und das Land aus einer neuen Perspektive vorzustellen.

Programm:

12:30 Einlass

13:00-14:15 Vortrag mit Emran Feroz – österreichisch afghanischer Journalist und Autor „Der längste Krieg“ (Wesend, 2021) 

Gedicht-Vortrag und Gesang Zahra Amiri (auf Persisch mit deutscher Übersetzung)

16:00-17:00 Live-Debut Sam Siefert Ensemble Project 

Kunstausstellung Orient trifft Okzident von Elias Feroz & afghanische Küche

Moderation und Organisation: Cagla Bulut

Es gelten die aktuellen Corona-Maßnahmen für Veranstaltungen, Einlass nach 3G.

Der Hauptteil der Einnahmen geht an die Organisation Vision for Children und ihre Spendenaktion für Afghanistan: https://www.visions4children.org/projekt/afghanistan2021/ . „Visions for Children e.V. ist ein gemeinnützig eingetragener Verein aus Hamburg. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Verbesserung der Lern­bedingungen und Bildungsqualität an Schulen in Krisen- und Kriegsgebieten.“ (Ein Teil der Einnahmen wird in die Realisierung der Veranstaltung fließen, wie die Vermietung der Räumlichkeiten)

Zum Event:

Emran Feroz, österreichisch afghanischer Journalist und Autor, war vor der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan und wird im Zuge seines Vortrags über die Lage vor Ort berichten und mehr über sein jüngstes Buch „Der längste Krieg“ erzählen. Zahra Amiri wird afghanische Gedichte vortragen und ein traditionelles Lied vorsingen, die sowohl das Leid als auch die schönen Seiten des Landes wiedergeben. Familie xy wird durch ihre kulinarischen Köstlichkeiten ein Stück Afghanistan zu uns bringen (die, die vom Wochenende verkatert sind, finden hier das richtige für sich). In der ersten Kunstausstellung „Orient trifft Okzident“ des Innsbrucker Künstlers Elias Feroz wird ein Einblick in die Verschmelzung afghanischer und österreichischer Elemente gegeben. Das Sam Siefert Ensemble Project rundet das Event mit jazzigen und mitreißenden Beats ab und setzt durch seine gesellschaftskritischen Texte und soziokulturellen Diskurse ein Statement für den Abend. 

Zu den Personen:

Emran Feroz

Emran Feroz, geboren 1991 in Innsbruck, ist Journalist mit Fokus auf Nahost und Zentralasien. Er berichtet regelmäßig aus Afghanistan und ist für zahlreiche deutsch- und englischsprachige Medien tätig, darunter das US-Magazin Foreign Policy, CNN, die New York Times, den Deutschlandfunk, die Schweizer WOZ sowie der österreichische Profil. 2017 erschien sein Buch „Tod per Knopfdruck“ über den US-amerikanischen Drohnenkrieg im Westend Verlag. 2018 folgte der Interviewband mit Noam Chomsky „Kampf oder Untergang! „. „Der längste Krieg – 20 Jahre War on Terror“ ist Feroz‘ jüngstes Buch über den Krieg in Afghanistan und wurde innerhalb einer Woche zu einem Spiegel-Bestseller. Feroz ist Gründer von „Drone Memorial“, einer virtuellen Gedenkstätte für zivile Drohnenopfer. 2021 wurde Feroz für seine Arbeit mit dem österreichischen Concordia-Preis in der Kategorie Menschenrechte ausgezeichnet.

Zahra Amiri

Zahra Amiri ist Schülerin am Abendgymnasium in Innsbruck und ist vor sechs Jahren mit ihrer Familie nach Österreich geflüchtet. Sie interessiert sich für persische Literatur, Poesie und Musik. Ihr ist es ein großes Anliegen, dass Mädchen und Frauen in Afghanistan das Recht auf Bildung und Selbstbestimmung (zurück)bekommen. Deswegen engagiert sie sich auch von Innsbruck aus für sie. Sie organisierte die Innsbrucker Proteste gegen die Herrschaft der Taliban in Afghanistan mit. Dabei trug sie Gedichte und Reden vor, die für die Aufnahme von Flüchtenden appellierten. Durch das Vorsingen afghanischer Lieder und das Vorlesen der Literatur möchte sie ein Sprachrohr für die Frauen vor Ort sein. 

Elias Feroz

Elias Feroz ist Lehramtsstudent in den Fächern Islamische Religion sowie Geschichte, Sozialkunde & politische Bildung an der Universität in Innsbruck. Sein künstlerisches Schaffen ist stets von seinen afghanischen Wurzeln (Afghanistan ist das Herkunftsland seiner Eltern) und seiner Lebensrealität in Österreich (er ist in Innsbruck geboren und aufgewachsen) geprägt. In seiner aktuellen Reihe „Orient trifft Okzident“ erkennt man künstlerische Elemente aus seinen beiden Heimaten. Elias ist Mitglied des Vereins „Islamisches Forum Innsbruck“, welcher sich bemüht, interkulturelle und interreligiöse Aktivitäten und Begegnungen zur Kultivierung eines friedlichen Miteinanders zu schaffen. Das Ziel, gesellschaftliche Brücken zu bauen, zieht sich in seinen gesamten Werken durch. 

Familie Yosefzai-Shinwari

Wer schon mal bei der sechsköpfigen Familie Yosefzai-Shinwari zu Gast war, der kennt die liebevoll zubereiteten Gerichte, den Duft von Kabuli Pilau und die hingebungsvolle Gastfreundschaft der Familie. Die Mutter erklärt die Zubereitung der traditionell afghanischen Speisen, die Kinder berichten von ihrem Schulalltag und der Vater erzählt nostalgisch von der Zeit in Afghanistan, seiner Leidenschaft zum Teppich-Nähen und im Anschluss gibt es eine Querflöten-Performance von ihm. 

Für Meet and Support Afghanistan kochen sie eines ihrer Lieblingsgerichte und lassen wie gewöhnlich alle ihre Gastfreundschaft spüren. 

Sam Siefert Ensemble Project

Das Sam Siefert Ensemble Project ist ein 10-köpfiges Kollektiv, welches die Kompositionen Sieferts auf die Bühne bringt. Mal jazziger, mal grooviger bewegt sich der Sound zwischen verschiedenen Genres. Die Aussagen sind kritisch, aber auch hoffnungstragend für eine Gesellschaft, die Wert auf Austausch und Kommunikation legt, in der Vision, gemeinsam trotz aller Unterschiede zusammen zu wachsen. Am 21. November darf das 2020 gegründete Ensemble sein Live-Debut in der Bäckerei geben.

Besetzung:

Mimi Schmid – Gesang

Günther Gänsluckner – Trompete

Lukas Bamesreiter – Posaune

Simon Strobl – Altsaxophon

Thomas Greiderer – Tenorsaxophon

Christoph Kuntner – Gitarre

Christian Hauser – Gitarre

Anna Reisigl – Bass

Christian Larese – Klavier

Sam Siefert – Drums

Cagla Bulut

Cagla Bulut ist freie Journalistin in Innsbruck und London. In ihrer Arbeit fokussiert sie sich auf Menschenrechte, – besonders Frauenrechte – Rassismus und Kultur. Aktuell produziert sie einen Dokumentarfilm mit der sich der Identifikationsfrage der postmigrantischen Frauen in Innsbruck widmet (Premiere: 08.03.2021, Leokino, Innsbruck) und ist dabei die erste Folge ihres Podcasts „yallah, this way!“ herauszugeben – ein Projekt, das marginalisierten Gruppen eine Plattform bieten soll.

Tickets
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Supporter 8,00 € / Ticket Tickets nicht mehr verfügbar
Super Supporter 12,00 € / Ticket Tickets nicht mehr verfügbar